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Kindergarten

 

Im Kindergartenalter machen die Kinder die ersten Schritte hinaus in die Welt. Sie lernen, sich von den Eltern langsam zu lösen, mit anderen Erwachsenen umzugehen, andere Regeln zu beachten und mit anderen Kindern zu teilen. Die Familie spielt in dieser Entwicklungsphase in der Lebenswelt der Kinder eine bedeutende Rolle. Gerne berichten sie im Morgenkreis von Familienfesten, Ausflügen und vom Besuch bei Oma und Opa. Unbeschwert und interessiert erobern sie sich die Dinge dieser Welt. Sie lieben es, wenn Bücher vorgelesen und Geschichten erzählt werden, am liebsten immer wieder die gleichen. In diesem Alter werden Impulse gegeben und Interessen geweckt – nutzen Sie es!


 

Kinder und ihre „ersten Schritte“

  • Zeigen Sie alte Gegenstände, Bücher und Fotos und erzählen Sie Geschichten dazu. Kinder lieben Geschichten, sie müssen aber lebendig und spannend sein, damit sie im Gedächtnis haften bleiben.
  • Gehen Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln auf Friedhöfe, in Bibliotheken und Museen.

 

Praxis-Beispiel: Familienforscher-Projekt

 

Kindergarten 2010

Für Kinder im Kindergartenalter ist ein Familienforscherprojekt schon mit einfachen Mitteln umsetzbar. Die Kinder sind üblicherweise im Alter von drei bis sechs Jahren und lassen sich durch Spielen, Basteln und Erzählen an das Thema heranführen. In Abstimmung mit Erzieherinnen/Erziehern und Eltern lassen sich geeignete Aktivitäten zusammenstellen. So kann man dann miteinander eine interessante und spannende Zeit  verbringen.

Nachfolgend zeigen wir einige Beispiele, wie das Thema im Kindergarten konkret umgesetzt werden kann. 

Basteln: Familienbaum

Vorbereitung
Die üblichen Dinge zum Basteln

Zubehör
je Kind

  • je einen Bogen beigen, braunen, grünen und einen halben Bogen hellgrünen Bastelkarton (ggf. weitere Farben für Früchte)
  • Infos über die Familie (siehe Familienforscher-Bogen für Eltern)
  • Bilder der Familie

Spiel/Basteln
Als Grundlage für den Familienbaum wird ein Fächerchart der Familien verwendet. Der beige Bastelkarton ist der Hintergrund, darauf wird ein großer Baumstamm aus braunem Bastelkarton geklebt. Je Familienmitglied gibt es jetzt ein „Blatt“ des Baumes (alternativ kann natürlich auch eine Frucht wie z. B. ein Apfel als Personenkarte verwendet werden). Auf diese einzelnen Blätter können entweder nur Bilder der Familienmitglieder geklebt werden, oder sie werden mit den mitgegebenen Daten ergänzt. Die Einzelblätter der Familienmitglieder werden jetzt wie im Erfassungsbogen (Familienforscher-Bogen für Eltern) auf dem Baum platziert, durch braune Äste verbunden und durch helle Blätter usw. zu einem vollen Baum ergänzt.

Die Kinder sollten jetzt noch neben den Stamm ihr Zuhause malen und auf die anderen Seite ihren Namen (evtl. mit Datum) schreiben.

Alle teilnehmenden Kinder bekommen einen Stempel/Aufkleber in ihren „Ahnenforscher-Ausweis“.

Vorlage: Spiel_3_-_Familienbaum

Spiel: Der lebende Fächerchart

Vorbereitung
Ausreichend Platz schaffen (evtl. in die Turnhalle ausweichen), damit die Kinder im Halbkreis aufgestellt werden können.

Spielkarten mit Bildern von Omas und Opas erstellen.
Schnüre zurechtschneiden, die ca. 20 x 1m lang sind.

Zubehör
min. 15 Kinder
min. 20 Schnüre (1m lang)

Spiel
Ein Kind wird als Proband (Ausgangsperson) ausgesucht. Das Kind darf sich dann aussuchen, wer von den außenstehenden Kindern seine Eltern sein sollen (natürlich ein Junge und ein Mädchen). Das Ausgangskind hält dann zwei Schnüre in der Hand, die jeweils am anderen Ende von den Eltern gehalten werden. In der nächsten Runde düfen dann die „Eltern“ des Probanden ihre Eltern aussuchen, diese bekommen dann zusätzlich zu den Schnüren zu ihren Kindern die Großelternkarten in die Hand. Und dann wird eine letzte Runde mit Aussuchen der Eltern und der Großeltern gespielt.

Zwischendurch werden die Kinder immer wieder aufgefordert, sich einmal umzusehen um zu erkennen, wie groß die Familie bereits ist. Und man kann sie ggf. fragen, ob sie erkennen können, wer von wem die Eltern bzw. die Großeltern sind.

Alle teilnehmenden Kinder bekommen einen Stempel/Aufkleber in ihren „Ahnenforscher-Ausweis“.

Vorlage: Spiel_2_-_Faecherchart

Spiel: Sag mir wer?

Vorbereitung
Je ein Kinderbild (früher) und ein Erwachsenenbild (heute) der Betreuerinnen laminieren und kenntlich machen (Kleine Zahl in eine Ecke  schreiben, damit es beim Spiel eindeutig identifiziert werden kann!) Weitere Kinderbilder, wie oben beschrieben, herstellen (ggf. von Betreuerinnen aus Nachbargruppen, um später einmal die Spiele weitergeben zu können!), um beim Spiel Ausweichkarten haben zu können.

Zubehör
Spielkarten (div. Betreuerinnen-Karten (heute/früher), Spielkarten (weitere Karten um die Betreuerinnen-Karten zu mischen), Notizblock für Punktzahl

Spiel
An einer Tafel werden die Bilder der Betreuerinnen (heute) ausgehängt. Je ein Kind muss aus 8-10 Bildern (früher) auswählen und diese den Betreuerinnen zuordnen. Je nach Anzahl der richtigen Karten werden dann die Punkte vergeben.

Die Anzahl der richtigen Punkte wird dann für den „Ahnenforscher-Ausweis“ notiert.

Vorlage: Spiel_1_-_Sag_mir_wer

Ahnenforscher-Ausweis

Vorbereitung
Für jedes Kind wird ein „Ahnenforscher-Ausweis“ vorbereitet (siehe Vorlage)

Zubehör

Spiel
Beim Durchlauf der Spiele bekommen die Kinder einen Stempel/Aufkleber für die gespielten Spiele in den Ausweis. Erweiterungen sind ggf. dadurch möglich, dass bei einigen Spielen die Kinder mehr Stempel/Aufkleber bekommen können (z.B.: „Sag mir wer?“ oder „Der lebende Fächerchart“)

Vorlage: Ahnenforscher-AusweisAhnenforscher-Ausweis_2

Die oben gezeigten Beispiele wurden bereits erfolgreich umgesetzt. Einen Bericht dazu finden Sie hier: http://familienforscher.info/rueckblick/genealogie-im-kindergarten/